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Suche Freiwilligeverwaiste Väter und Mütter, die in den letzten 30 Jahren vor,
während oder kurz nach der Geburt ihr Kind verloren haben |
Liebe verwaiste Mutter,
lieber verwaister Vater,
liebe Verwandte, Freunde und Bekannte von verwaisten Eltern,
ich bin Klinikseelsorger in den St.-Vincentius-Kliniken in Karlsruhe und Betreiber der Internetseite www.kindergrab.de und www.stillgeburt.de. Mehr zu meiner Person finden Sie unter über mich.
Seit 2002 beschäftige ich mich intensiv mit verwaisten Eltern, die vor während oder nach der Geburt ihr Kind verloren haben. Um mehr Licht in das Dunkel dieses Themas zu bringen führe ich seit 2003 Umfragen per Internet durch.
| Wer kann mitmachen? | Warum mitmachen? | Ziel der Umfragen |
Sie brauchen sich nur mit Ihrer E-Mail-Adresse hier registrieren und schon erhalten Sie einen Link zu einer Liste, auf der alle fertigen Fragebögen enthalten sind.
Ich versichere Ihnen, dass ich vertraulich mit Ihren Daten umgehe. Ich werde keine Daten weitergeben oder veröffentlichen, aus denen Ihre Identitiät erschlossen werden könnte. Ihre Anonymität sichere ich Ihnen hiermit ausdrücklich zu.
Gerne dürfen Sie selbst auch für diese Umfragen unter verwaisten Eltern werben. Ich wäre froh, wenn ich bis Juni 2005 die Schallgrenze von 1.000 verwaisten Eltern überschreiten könnte. Näheres zu den Umfragen unter diesem Link.
Wenn Sie sich irgendwann dazu entschließen sollten, nicht mehr mitzumachen,
schicken Sie mir ein E-Mail, in dem Sie mir dies mitteilt. Ich werde dann Ihre
E-Mail-Adresse löschen. Außerdem bekommen Sie dann von mir auch eine
Abmeldebestätigung.
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Es gibt einige gewichtige Gründe, um an den Umfragen mitzumachen:
Hilfestellung für die Profis
Frauenärzte, Hebammen, Seelsorger und Psychologen werden auch in Zukunft
immer wieder mit dem Thema Stillgeburt konfroniert werden. Es gibt keine Möglichkeit,
diesem Thema zu entkommen. Es gehört zu unserem Leben. Der bisherige Versuch,
es totzuschweigen zeigt, dass dies nicht möglich ist.
Damit die Profis trost- und hilfreich mit verwaisten Eltern in diesen schwierigen
Situationen umgehen können, sollen die Ergebnisse hinweisen, worauf es
ankommt. Dies beginnt in der Sprache (Wortwahl) und setzt sich im konkreten
Tun fort.
Thesen in Büchern und Bevölkerung
Verschiedene Bücher zum Thema Stillgeburt und Trauer machen Aussagen, die
ich nach meinem bisherigen Kenntnisstand z.T. im Widerspruch zu den Erfahrungen
von verwaisten Eltern sehe. Auch unter der Bevölkerung gibt es Meinungen,
die zurechtgerückt gehören.
Die Fragebögen "Thesen und Vorurteile" greifen diese Angaben
auf und stellen sie damit auf den Prüfstand. Ich will sie von Ihnen, den
Betroffenen auf ihre allgemeine Gültigkeit hin überprüfen lassen.
Gesetze, Vorschriften und Verordnungen
Das Recht der verwaisten Eltern, die ihr Kind während der Schwangerschaft
verloren haben, lässt an manchen Punkten zu wünschen. Mitunter ist
es für die Betroffene nicht nachvollziehbar, man kann schon sagen unmenschlich.
Vereinzelt wird das geschriebene Recht regelrechtes Unrecht für die Betroffenen.
Auf diese wunden Punkte im Recht (Personenstandsgesetz, Mutterschutz, Namensrecht,
Bestattungsrecht, ...) soll hingewiesen werden und mit den Umfragen der große
wie auch dringende Handlungsbedarf untermauert werden.
Zweifel an Studien und Doktorarbeiten
Zweifel an Studien
Eine in England durchgeführte Studie aus dem jahre 2001 ergab, dass das
Sehen und Berühren des tot- bzw. fehlgeborenen Kindes die Mutter "langwierig
traumatisierte". Diese Aussage steht im Widerspruch zu den sonstigen Aussagen.
- Wer hat hierbei Recht?
Nur Ihre Antworten können im Grunde die richtige und dringend notwendige
Antwort auf diese wichtige Frage geben. Um es jedoch unumstößlich
zu machen, bearf es einer möglichst großen Beteiligung.
Zweifel an einer Doktorarbeit
W. Holzschuh schrieb das Buch: "Die Trauer der Eltern bei Verlust eines
Kindes Eine praktisch-theologische Untersuchung". Hierbei wurden
246 verwaisten Eltern befragt, die nicht nur ihre Kinder während der Schwangerschaft
verloren hatten:
60 Kinder starben im Altern 10-19 Jahren, 58 im Alter von 20-29 J., 32 im Alter
von 1-9 J., 21 im Alter von 0-6 Monate und 50 in Schwangerschaft bzw. während
der Geburt, 12 waren ohne Antwort.
W. Holzschuh differenzierte in seiner Auswertung nicht zwischen den Eltern,
deren Kind vor bzw. nach der Geburt gestorben war. Aus den mir vorliegenden
Antworten kann ich mir schwer vorstellen, dass alle von W. Holzschuh getroffenen
Aussagen zur Trauer der Eltern auch für Sie zutrifft, die Sie Ihr Kind
während der Schwangerschaft verloren hatten.
Um den Aussagen dieses Buches unanfechtbar entgegentreten zu können, benötige
ich mind. 250 verwaiste Mütter, die alle für sie zutreffenden Fragebögen
ausfüllen. Mit der derzeitigen Beteiligung von oft nur unter 20 % kann
ich dies nicht tun. Ich brauche mind. 50 % Beteiligung.
Weitere Beispiele
Ich könnte hierzu noch weitere Beispiele aufführen, was jedoch
in der Grundaussage nur Wiederholungen sind. Im Grunde bleiben zwei Kernthemen
bestehen: Ergebnisse von Studien ...
* sind schlichtweg falsch und daher dringend korrekturbedüftig.
* müssen für die Gruppe der verwaisten Eltern, die während der
Schwangerschaft ihr Kind verloren haben, in vielen Punkte von den anderen verwaisten
Eltern getrennt behandelt werden, da sie sich z.T. grundlegend von ihnen unterscheiden.
Richtiges Trösten lernen
Mir wurde in den letzten Monaten immer deutlicher, dass unsere Gesellschaft
schlecht mit Trauernden umgehen kann. Sie hat es nicht gelernt, wahrhaft zu
trösten.
Dabei kann man trösten lerenen, am besten von Trauernden. Ich bin hierzu
bei Ihnen, den verwaisten Eltern, in die Schule gegangen und habe bezüglich
des Tröstens viel von Ihnen gelernt. Um es wissenschaftlich zu untermauern,
brauche ich eine möglichst große Beteiligung.
Darüber hinaus will will ich nun beweisen, wie schlecht unsere Gesellschaft
mit Trauernden umgehen kann. Hierzu nehme ich Sie, die verwaisten Eltern, als
Vergleichsgruppe, an denen sich Berufsschüler (Ende der allgemeinen Bildungsphase)
messen sollen.
Hierzu ist es wichtig, dass möglichst viele von Ihnen die Fragebögen
ausfüllen. Damit erhöhen Sie die Aussagekraft der Vergleichsstichprobe
"verwaiste Eltern".
Mit dieser Arbeit strebe ich an, dass es zu einem Standardwerk wird, wenn es
um das Thema Trost und trösten geht.
Namen Ihres Kindes für religiöses Buch
Darüber hinaus beabsichtige ich für Sommer 2007 für verwaiste
Eltern ein religiöses Buch über Tot- und Fehlgeburt zu verfassen.
Dieses Buch will ich allen Ihren verstorbenen Kindern widmen.
Hierzu will ich den Namen Ihres verstorbenen Kindes im Vorwort eintragen, soweit
er im Refugio unter "mein Kind" angegeben ist.
Wer sein verstorbenes Kind noch nicht im Refugio eingetragen hat, möge
es in den nächsten Wochen und Monaten nachholen.
Planung und Vorbereitung eines Bundestreffen (soweit gewünscht)
Ein Fragebogen beschäftigt sich mit einem evtl. Treffen als Abschluss dieser
Umfrage, wie aber auch mit einem evtl. Bundestreffen. Wenn dies auf allgemeines
Interesse stößt, bin ich gerne bereit, diese Treffen zu organisieren.
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Die Antworten sollen auf breiter Basis - d.h. keine Einzelbeispiele, so wichtig sie sind - die Situationen rund um tot- und fehlgeborene Kinder und ihre Eltern beleuchten. Vieles wird auf diesem Gebiet getan, - weil es schon immer so getan wurde, - weil diese Menschen es nicht besser wissen, - weil Veröffentlichungen z.T. auch einseitig oder gar falsch informieren. Mit dem gewonnen Zahlenmaterial soll Aufklärung betrieben und Einfluss genommen werden:
Die Ergebnisse dieser Befragungen werden veröffentlicht. Dies wird geschehen in Buchform, wie aber auch in Beiträgen von verschiedenen (Fach)Zeitschriften und ggf. auch auf meinen Internetseiten. Vereinzelt werden die Ergebnisse auch bei politischen und kirchlichen Gremien vorgelegt werden, wenn es um tot- und fehlgeborene Kinder und ihren Eltern geht.
Bei jeder neuen Veröffentlichung eines Buches durch mich werde ich Sie
hierüber informieren. Bitte sehen Sie dies als meinen Dank an Sie für
Ihre Mitwirkung.
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Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen hierzu haben, so können Sie
mir diese gerne im E-Mail
schreiben.